Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Du einen Raum für ein Event bestuhlen kannst.
Welche Bestuhlungsart am besten passt, hängt von vielen Dingen ab. Zum Beispiel davon, welche Atmosphäre Du schaffen möchtest  oder welche 
Botschaft der Speaker rüberbringen will. Und natürlich spielt auch die Zahl der Teilnehmer eine Rolle und ob viele Breakout Sessions geplant sind.
Damit Du die passende Bestuhlung und den passenden Raum auswählen kannst, erfährst Du in diesem Artikel alles Wissenswerte über die 8 am häufigsten gefragten Bestuhlungsarten und welche du wann einsetzen solltest. 

Kinobestuhlung / Theaterbestuhlung / Reihenbestuhlung

Wie in einem Kino gibt es bei der Kinobestuhlung Stühle in Reihen, jedoch keine Tische. Deshalb wird sie oft auch als Reihenbestuhlung oder Theaterbestuhlung bezeichnet. Ein wichtiger Punkt ist hier der Abstand zwischen den Stühlen, optimaler Weise liegt er nach vorne und hinten bei mind. 70 cm und seitlich bei ca. 10 cm.

Die Kinobestuhlung eignet sich am besten bei großen Teilnehmerzahlen und ist die klassische Wahl für Vorträge, Referate und Frontalunterricht.
Auf der Strecke bleibt die Interaktion mit dem Speaker sowie untereinander, da die Teilnehmer sich gegenseitig nur bedingt sehen und hören können. 

Reihenbestuhlung Kinobestuhlung Theaterbestuhlung allynet München Düsseldorf
Klassenzimmer parlamentarische Bestuhlung allynet München Düsseldorf

Bistrobestuhlung / Cabaret / Kabarett

Die Kabarett Bestuhlung ist eine gute Mischung aus Tischen und lockerer Sitzweise und damit die optimale Bestuhlungsart für Präsentationen und Auftritte. Die runden Tische mit jeweils 2 – 5 Teilnehmern bieten eine gute Möglichkeit für Gruppenarbeit und Diskussionen. Und, wenn es sich um einen Workshop handelt, kannst du die Tische meist schnell etwas umstellen und für Breakouts zusammenrücken. So entsteht eine flexible, kreative Atmosphäre.

Anders als bei der Bankettbestuhlung, werden die Tische nicht vollständig besetzt, sodass alle Gäste mit dem Gesicht zur Leinwand schauen. Vorteil der kleinen Tische ist zudem, dass Teilnehmer Getränke oder Snacks abstellen und während des Events nutzen können, ohne aufzustehen.

U-Form

Die bei dieser Bestuhlungsart aufgestellten Tische bilden – Überraschung – eine U-Form.
Im oberen Bereich stehen also keine Stühle und man kann zwischen die Tische gehen. Das bringt zwei Vorteile gegenüber der Blockbestuhlung: 1. Die Teilnehmer haben alle Blick auf die Leinwand. 2. Der Referent kann zwischen die Tischreihen gehen und ist näher an den Teilnehmern.
Je länger die beiden Seiten des U, desto mehr Personen finden hier Platz. Allerdings wird es dann auch immer schwieriger für die Teilnehmer einander sehen zu können.

Beliebt ist die U-Form daher für Konferenzen, Seminare und Schulungen.
Allerdings ist durch die feste, massive Form der Tische eine Interaktion schwierig. Spontane Gruppenarbeiten sind nur mit Abstrichen umzusetzen.

Klassenzimmer parlamentarische Bestuhlung allynet München Düsseldorf

Parlamentarische Bestuhlung

Der Name zeigt schon woran die parlamentarische Bestuhlung namentlich angelehnt ist. 
Neben dem Parlament ist diese Bestuhlungform häufig verbreitet in Klassenzimmern, Hochschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die zusätzlichen Tische ermöglichen es deinen Teilnehmern einen Laptop oder Notizblöcke zu abzulegen.

Empfehlenswert ist dieses Setup bei Lehrveranstaltungen, die ein intensives Mitschreiben erforderlich machen.
Nicht geeignet ist das Klassenzimmer für Workshops, Präsentationen und die meisten anderen Events, da durch die Tische zwischen Teilnehmern und Referenten eine gefühlte Distanz herrscht. Kann auf Tische nicht ganz verzichtet werden, sind dann besser Gruppentische oder eine Bistrobestuhlung zu empfehlen.

Stuhlkreis

Der Stuhlkreis ist nahe dran an der U-Form, allerdings kommt er ohne Tische aus. 
Der eindeutige Vorteil ist die Nähe der Teilnehmer zueinander sowie zum Speaker. 

Im Stuhlkreis herrscht Gleichberechtigung, Hierarchien sind aufgehoben, alle sind auf Augenhöhe. Alle können einander sehen, nehmen die Stimmung der anderen wahr und bestimmen die Atmosphäre in der Gruppe mit. Sehr beliebt ist diese Bestuhlungsform deshalb für Seminare und für Workshops. Oft gehen die Teilnehmer zu gemeinsamen Sessions in den Stuhlkreis um zwischendurch in einem Gruppenbereich zu arbeiten.

 

 

Reihenbestuhlung Kinobestuhlung Theaterbestuhlung allynet München Düsseldorf
Klassenzimmer parlamentarische Bestuhlung allynet München Düsseldorf

Konferenztisch / Blockbestuhlung

Auch bekannt ist die Bestuhlungsart Konferenztisch als Blockbestuhlung.  Der Name ist Programm: Die Teilnehmer sitzen allesamt um einen einzigen, meist rechteckigen, Tisch herum. Der Konferenztisch eignet sich für kleinere Gruppen, die miteinander kommunizieren.

Dieses Setting wird sehr oft genutzt und bildet für die meisten Meetings und Treffen, bei denen keine Break Out Sessions nötig sind den passenden Rahmen.
Vielleicht hast Du jetzt Bilder im Kopf von Filmszenen mit typisch amerikanischen Vorstandssitzungen, die vom Chef vor Kopf dominiert werden und meist im Streit enden. Damit liegst Du nicht ganz falsch. Durch den massiven Tisch zwischen den Beteiligten, entsteht schnell eine distanzierte Atmosphäre, das ist der Nachteil.

Bankettbestuhlung / Tischgruppen

Die meisten kennen diese Bestuhlung wahrscheinlich von Hochzeiten oder offiziellen Gala-Veranstaltungen.
Die Bankettbestuhlung erlaubt aber deutlich mehr Einsätzmöglichkeiten, wenn statt runder Tische normale Konferenztische verwendet (platzsparender), max. 6 Leute pro Tisch platziert und die Bestuhlung locker gestellt wird.
Hier ist deutlich mehr Networking untereinander möglich und die Gruppentischbestuhlung gilt daher als geeignete Wahl für eine Mischung aus Workshop und Vortrag, z. B.
 für interaktive Eventformate wie “Table Sessions” und  “World Café”.
Expertentipp: Je länger die Präsentationen auf der Bühne dauern, desto mehr Plätze solltest du am “Kopf” der Tische freihalten.  

Reihenbestuhlung Kinobestuhlung Theaterbestuhlung allynet München Düsseldorf

Lab / InnovationLab / Workshop

Lab hast Du als Bestuhlungsform wahrscheinlich noch nicht oft gehört, stimmt’s?
Diese neue Bestuhlung kommt aber immer häufiger zum Einsatz, vor allem bei interaktiven und kreativen Formaten wie Design Thinking Workshops und agilen Sessions.

Das besondere ist: Es gibt keine feste Regel, außer, dass es keine Regel gibt. Die Mischung macht’s. Hohe Tische mit Barhockern, Loungebereiche, Stehtische, jede Menge Pinnwände und beschreibbare Wandflächen.

Durch das flexible Setup finden Teilnehmer schnell die passende Umgebung für die zu lösende Aufgabe und Phase des Events. 

 

Außerdem haben sich bei der Wahl der passenden Bestuhlungsart diese Tipps bewährt:

  1. Rechne mit genügend qm pro Teilnehmer
    Empfohlen werden je nach Bestuhlung 1,5 bis 2 qm. Für Workshops empfiehlt sich aber eine großzügige Planung mit ca. 4-5 qm, dann hast Du die Möglichkeit in einem Raum mehrere Bestuhlungsformen, z. B. eine U-Form und Breakout Sessions, zu kombinieren.

     

  2. Vermeide Gänge in der Mitte des Raumes – wenn es die Sicherheit zulässt
    Hast Du schon mal ein Kino mit Mittelgang gesehen? Eher nicht. Die Plätze in der Mitte eines Raumes haben definitiv die beste Sicht. Daher sollten diese möglichst für deine Teilnehmer und nicht als Gang genutzt werden.

     

  3. Nutze bei einem rechteckigen Raum die lange Seite für die Bühne.
    Gerade bei Bestuhlungsformen mit Tischen sitzen in einem längsgerichteten Raum die hinteren Teilnehmer sehr weit weg von der Leinwand. 
    Es empfiehlt sich, die Bestuhlung einfach zu drehen und die lange Seite für den Speaker und die Leinwand zu nutzen.

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