Er kommt meistens ungeduscht und strubbelig, lässt überall sein Zeug rumliegen und besonders produktiv ist er auch nicht. Und trotzdem hat er in immer mehr Unternehmen ein Abo auf den Titel “Mitarbeiter des Monats”. Der Bürohund.

„We are a dog company“ ist bei Google schon lange gängiges Statement und soll gleichermaßen für Wohlfühlatmosphäre wie Imagepflege sorgen.
Auch Amazon zählt zu den hundefreundlichsten Unternehmen und hat für seine jährlich über 6000 tierischen Besucher in Seattle sogar Leckerlis vorrätig. Und in kreativen deutschen Agenturen wie Jung von Matt ist der “Agenturhund” längst Kult.

Sogar ein “Bundesverband Bürohund eV.” wurde ins Leben gerufen und wirbt auf seiner Homepage mit dem Slogan “wir glauben daran, dass Hunde im Büro gut für Menschen, Unternehmen und Hunde sind”. Primär werden hier gesundheitliche Aspekte betont.

Doch Tiere im Büro haben nicht nur positive Effekte. Neben Haaren in allen Ecken oder unangenehmen Gerüchen sind vor allem die steigende Zahl von Allergikern, Angst vor Hunden oder die zunehmende Zahl von Coworking-Offices oder Großraumbüros echte Hindernisse.

Ein Recht darauf, seinen Hund mit ins Büro zu bringen gibt es deshalb übrigens nicht. Gerade bei kleinen Unternehmen oder den erwähnten Großraum Offices ist es unabdingbar, sich neben der Erlaubnis des Vorgesetzten auch das Wohlwollen seiner Kollegen zu sichern.

Warum also dieser Hype um das Thema Bürohund?

Übrigens sei an dieser Stelle erwähnt, dass es auch bei allynet einen Bürohund gibt.
“Emmy” ist ein zweijähriger Labradormischling und fiept regelmäßig vor Freude, wenn es ins Office geht.
Die folgenden Gründe für einen Hund im Büro sind also nicht ganz neutral, aber gestetet 😉

 

 

EINS | Kommunikation

Auf der Straße, im Aufzug und eben auch im Büro: Mit Hund ist man schnell im Gespräch.

Das ist nicht überraschend, als Rudeltier ist der Hund schon von Natur aus gesellig und neugierig, wer sich so in seiner Umgebung aufhält.

Aber auch für den Kundenkontakt – sofern diese vorher die Möglichkeit haben eventuelle Allergien oder Ängste anzumerken – ist ein Hund ein toller “Joker”. Gerade etwas zurückhaltende Charaktere tauen deutlich schneller auf.

Und einen Vertrauensvorsprung hat der Hundebesitzer oft auch. Zumindest unterbewusst ist jedem klar, wer ein Tier aufnimmt und sich liebevoll kümmert, kann doch kein schlechter Mensch sein.

ZWEI | Image
Wenn nicht nur der Chef seinen Liebling im Office hat, sondern auch Kunden, Gäste oder andere Mitarbeiter ihren Hund mitbringen dürfen, schafft das ein sympathisches Image.

Das Unternehmen wird wahrgenommen als offen, flexibel und kommunikativ.  

Viele Arbeitgeber nutzen deshalb ihre Hundeaffinität nicht nur zu Werbezwecken bei Kunden sondern auch in Stellenausschreibungen.
Wer seinen vierbeinigen Freund mit zur Arbeit nehmen darf, arbeitet motivierter und entspannter. Das sorgt für Loyalität und der Wechsel zu einem weniger hundeaffinen Unternehmen wird unwahrscheinlicher.

allynet Bürohund Emmy beim wohlverdienten Schläfchen nach einem harten Arbeitstag.

DREI | Gesundheit
Randolph T. Barker – nein, kein Scherz (engl. bark = “bellen) – von der Virginia Commonwealth University hat bereits 2012 eine Studie vorgelegt, die vor allem den Hundebesitzer als Profiteur sieht. Deutlich weniger Stress als seine Kollegen habe er, aber auch andere Mitarbeiter im Büro profitieren von Kollege Hund.

Aus eigener Erfahrung mit Emmy können wir das bestätigen. Die oft spontan komischen Aktionen unseres Hundes sorgen für wohltuende Schmunzeleien und lockern den stressigen Alltag.
Außerdem sorgen die Bedürfnisse wie Gassi gehen oder Futterzeit dafür, dass Pausen eingehalten und Überstunden auf ein vernünftiges Maß begrenzt werden. Der Hund lebt völlig im Jetzt – wenn er muss, dann muss er halt.

Die Volkskrankheit “Burnout” lässt sich einzig durch einen Hund natürlich nicht vermeiden.
Aber die unbändige Freude des Hundes, wenn man das Office betritt und die bedingungslose Liebe des kleinen Lebewesens tut einfach gut und rückt Prioritäten etwas klarer.

Wissenschaftlich ist das übrigens längst belegt: Streicheln und Spielen mit dem Vierbeiner setzt Oxytocin frei. Und Oxytocin sorgt für den schnelleren Abbau des Stresshormons Cortisol.

Weniger Stress führt wiederum zu weniger Krankheit, Fehltagen und besserer Leistungsfähigkeit.

Es gibt es also gute Argumente, wenn man beim Chef den eigenen Hund “genehmigen” lassen will.